Nachrichtenvorlagen für eure Gäste: von der Buchung bis zur Bewertung

Von Rafael, am

Was macht eine gute Nachricht an einen Gast aus?

Ein Ziel, ein paar Zeilen und der richtige Moment. Eine Nachricht mit allem, vom Türcode bis zum Restaurant für den Abend, drei Wochen vorher verschickt, liest am Tag selbst niemand mehr.

  • Kurz: drei bis sechs Zeilen. Was länger ist, gehört in einen Link.
  • Gut getimt: Die Info kommt, wenn der Gast sie braucht, nicht vorher.
  • Persönlich: der Vorname und, wenn ihr eines habt, ein Detail zu seinem Aufenthalt.
  • In seiner Sprache: mindestens die Zugangsinfos.

Die folgenden Vorlagen sind Ausgangspunkte. Ersetzt die Teile in eckigen Klammern und behaltet euren Ton: Gäste merken schnell, wenn eine Nachricht kopiert ist.

Was schreibt man direkt nach der Buchung?

Danke, und eine nützliche Frage: die geplante Ankunftszeit. Codes oder eine Liste von Restaurants braucht es jetzt noch nicht.

Was schickt man ein paar Tage vor der Ankunft?

Die Infos zur Reiseplanung: wie man hinkommt, wo man parkiert, und den Link zu euren guten Adressen. In diesem Moment planen Gäste ihren Aufenthalt, und eine Gästekarte mit freier Fahrt im ÖV kann ihre Pläne ändern.

Ob eure Region den ÖV schenkt, steht in unserem Leitfaden zu den Gästekarten in der Schweiz.

Welche Nachricht am Vorabend oder am Anreisetag?

Die Zugangsinfos und sonst nichts: die genaue Adresse, wie man den Eingang findet, der Code oder der Schlüsselsafe und wie man euch erreicht. Ein Foto der Tür ist besser als ein langer Absatz.

Alles zu einer Ankunft ohne jemanden vor Ort, auch für Gäste, die eure Sprache nicht sprechen, steht in unserem Leitfaden zum Self-Check-in.

Soll man während des Aufenthalts schreiben?

Einmal, am Tag nach der Ankunft, um zu fragen, ob alles passt. Diese Nachricht erspart böse Überraschungen am Ende: Ein früh gemeldetes Problem lässt sich lösen, eines, das erst in einer Bewertung auftaucht, nicht mehr.

Ist Regen angesagt, kann eine zweite kurze Nachricht mit zwei Ideen unter Dach einen Tag retten: Unser Artikel mit Schlechtwetter-Tipps für Gäste gibt Beispiele.

Was sagt man vor der Abreise?

Die Infos zur Abreise, in wenigen Punkten, am Vorabend: die Uhrzeit, die Schlüssel und was ihr wirklich erwartet. Keine Putzliste: Gäste sind nicht zum Putzen da.

Wie bittet man nach der Abreise um eine Bewertung?

Einmal, am Abreisetag oder am Tag danach, mit einem Detail zu ihrem Aufenthalt. Bietet nie eine Gegenleistung an: Airbnb und Booking verbieten das.

Mehr dazu in unserem Leitfaden zu 5-Sterne-Bewertungen: was eine gute Bewertung wirklich ausmacht und wie man auf Kritik antwortet.

Welche Fehler sollte man in Nachrichten vermeiden?

  • Alles in die erste Nachricht packen: Der Gast findet den Türcode zwischen den Restaurants nicht mehr.
  • Die Hausregeln in Grossbuchstaben schreiben: Eine wichtige Regel sagt man ruhig, mit ihrem Grund.
  • Zu oft nachhaken: Eine unbeantwortete Nachricht braucht keine drei Erinnerungen, ausser für die Ankunftszeit.
  • Infos ändern, ohne Bescheid zu geben: Ändert sich der Code, schickt ihn nochmals, auch wenn ihr ihn schon mitgeteilt habt.
  • Um fünf Sterne bitten: Sprecht von der Bewertung, nie von der Note.
  • Links nicht testen: Öffnet den Link zu eurem Guide auf dem Handy, bevor ihr ihn verschickt.

Lest jede Vorlage so, als wärt ihr der Gast, auf dem Handy, beim Aussteigen aus dem Zug: Was in diesem Moment nicht klar ist, ist gar nicht klar.

Soll man diese Nachrichten im Voraus planen?

Ja für den Zeitpunkt, nein für starre Inhalte. Airbnb erlaubt geplante Nachrichten, und die meisten Verwaltungsprogramme bieten Vorlagen: praktisch, damit nichts vergessen geht.

  • Behaltet den Vornamen und mindestens ein persönliches Detail.
  • Lest geplante Nachrichten vor jeder Saison durch: Ein Code oder eine Uhrzeit ändert sich schnell.
  • Setzt den Link zu eurem Guide in die Nachricht statt der Liste der Adressen: Der Link bleibt aktuell, der Text nicht.

Wenn ihr auf mehreren Plattformen vermietet, dient ein einziger Guide-Link allen Gästen: Das ist die Idee unserer Gästemappe für Ferienwohnungen.

Häufige Fragen

Wie viele Nachrichten schickt man während eines Aufenthalts?

Fünf oder sechs, jede mit einem einzigen Ziel: nach der Buchung, vor der Ankunft, am Vorabend, am Tag nach der Ankunft, vor der Abreise und danach.

Wann schickt man den Link zu den guten Adressen?

Ein paar Tage vor der Ankunft, wenn die Gäste ihren Aufenthalt planen. In der Unterkunft erinnert dann ein QR-Code daran.

Soll man seine Nachrichten übersetzen?

Mindestens die Zugangsinfos, geprüft in einer Sprache, die der Gast versteht. Für den Rest lassen sich kurze Sätze gut übersetzen, auch automatisch.

Wirken geplante Nachrichten unpersönlich?

Nur wenn sie für alle gleich sind. Ein Vorname und ein Detail zum Aufenthalt reichen, um sie persönlich zu machen.

Was gehört in die Willkommensnachricht?

Der Zugang zur Unterkunft, das WLAN und eine Möglichkeit, euch zu erreichen. Alles andere, Adressen, Tipps, Regeln, gehört in euren Guide oder eure Gästemappe.

Soll man schnell auf Nachrichten von Gästen antworten?

Ja, auch nur um zu sagen, dass ihr nachschaut und euch meldet. Eine schnelle Antwort beruhigt, vor allem am Anreisetag.

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