PDF, Google Maps, WhatsApp oder QR-Code: Wie teilt man seine Lieblingsadressen mit Gästen?

Von Rafael, am

Welche Möglichkeiten gibt es, Lieblingsadressen zu teilen?

Es gibt fünf, und die meisten Gastgeber nutzen schon eine oder zwei davon, ohne sie bewusst gewählt zu haben: das Papierblatt in der Unterkunft, das PDF per E-Mail, die Nachricht auf WhatsApp oder im Postfach der Buchungsplattform, die gespeicherte Liste in Google Maps und den Web-Guide, der sich per Link oder QR-Code öffnet.

Keine ist an sich schlecht. Sie decken unterschiedliche Bedürfnisse ab: ein paar einzelne Tipps oder eine richtige Auswahl, die über Jahre aktuell bleiben soll. Dieser Artikel vergleicht sie nach denselben Kriterien, ohne dass eine überall gewinnen muss. Für die Wahl der Adressen selbst lest zuerst unseren Ratgeber zu guten Adressen für Gäste.

Das Papierblatt: einfach, aber starr

Die klassische Lösung: ein laminiertes Blatt oder ein Ordner in der Unterkunft. Es braucht weder Handy noch Netz, und manche Gäste blättern bei der Ankunft gern darin.

  • Was es gut kann: nichts zu installieren, für alle lesbar, immer vor Ort.
  • Was es nicht kann: Es bleibt in der Unterkunft, wenn der Gast unterwegs ist, und jede Korrektur heisst neu drucken. Ein geschlossenes Restaurant kann monatelang darauf stehen bleiben.

Das PDF: schnell erstellt, schwer aktuell zu halten

Ein gestaltetes Dokument, verschickt per E-Mail oder über das Postfach der Plattform. Es lässt sich mit jedem Textprogramm erstellen und auch ausdrucken.

  • Was es gut kann: ein sauberes Layout, offline lesbar, sobald es heruntergeladen ist, eine Datei für Papier und Bildschirm.
  • Was es nicht kann: Auf dem Handy muss man zoomen und seitwärts scrollen. Und jeder Gast behält die Version, die er bekommen hat: Wenn ihr etwas korrigiert, sind die alten Kopien weiter im Umlauf.

Die WhatsApp-Nachricht oder das Postfach der Plattform

Der natürlichste Reflex: die Tipps direkt an den Gast schreiben, auf WhatsApp, per SMS oder im Postfach von Airbnb oder Booking.com. Das ist persönlich, sofort und braucht kein Tool.

  • Was sie gut kann: ein direkter Ton, eine Antwort genau auf die gestellte Frage, ideal für zwei, drei Tipps.
  • Was sie nicht kann: Die Nachricht geht im Chatverlauf unter. Drei Tage später, unterwegs auf der Strasse, muss der Gast alles zurückscrollen, um einen Namen zu finden. Und ihr schreibt oder kopiert dieselbe Liste für jeden Aufenthalt neu.

Die Google-Maps-Liste: praktisch, aber nicht eure

In Google Maps kann man Orte in einer Liste speichern und diese Liste per Link teilen. Die Gäste sehen eure Adressen auf der Karte, mit den Fotos, Öffnungszeiten und Routen, die Google liefert.

  • Was sie gut kann: gratis, schnell zusammengestellt, unterwegs sehr praktisch, und die Öffnungszeiten kommen von Google.
  • Was sie nicht kann: Eure Meinung tritt hinter den Google-Eintrag zurück, die Liste ist flach (keine echten Kategorien, ausser ihr legt mehrere Listen und damit mehrere Links an), und sie trägt weder euren Namen noch euer Erscheinungsbild.

Der Web-Guide per QR-Code

Eine Seite, die fürs Handy gemacht ist und die eure Gäste über einen Link vor der Anreise oder einen QR-Code in der Unterkunft öffnen. Das machen digitale Gästemappen, jede mit ihrem eigenen Umfang: Manche decken den ganzen Aufenthalt ab, andere, wie HerePicks, nur die lokalen Empfehlungen.

  • Was er gut kann: ein Link, der sich nie ändert, Korrekturen, die alle sofort sehen, Kategorien, eine Karte und eure Tipps im Vordergrund.
  • Was er nicht kann: Er ist ein Tool mehr, braucht etwas Zeit zum Einrichten und eine Internetverbindung zum Öffnen. Je nach Tool kann er auch etwas kosten.

In HerePicks zeigt jeder Ort euren persönlichen Satz gut sichtbar an, dazu die Wegzeit ab eurer Unterkunft und die Route mit einem Tipp. Eure Texte werden automatisch auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch übersetzt. Die Seite zu lokalen Empfehlungen zeigt, was ein Eintrag enthält, und unser Ratgeber zum QR-Code für den Gästeempfang erklärt, wo er hingehört.

Der Vergleich, Kriterium für Kriterium

Die Tabelle fasst die Unterschiede zusammen. Sie beschreibt, wie jede Lösung üblicherweise genutzt wird: Ein bestimmtes Tool kann in einem Punkt besser oder schlechter abschneiden.

Fünf Wege, Gästen eure Lieblingsadressen weiterzugeben
KriteriumPapierblattPDFNachrichtGoogle-Maps-ListeWeb-Guide per QR-Code
Aufwand für GastgeberSchreiben und druckenSchreiben und gestaltenFür jeden Aufenthalt schreibenOrte speichernEinmal ein Tool einrichten
Aufwand für GästeVor Ort lesenÖffnen und zoomenIm Chat zurückscrollenListe in Google Maps öffnenScannen oder Link antippen
AktualisierungNeu druckenNeu verschicken, alte Kopien bleibenKeine nach dem VersandSofortSofort, gleicher Link
Lesbarkeit auf dem HandyNeinUmständlichJaJaJa, dafür gemacht
App nötigNeinPDF-Reader, meist eingebautDie Messaging-AppGoogle Maps oder BrowserNein, nur Browser
Persönliche NoteVollständigVollständigPersönlicher TonKurze Notizen, nicht euer AuftrittJe nach Tool: Logo, Farben, Tipps
Risiko, dass Infos verloren gehenBleibt in der UnterkunftDatei vergessenHochGeringGering
Für 2 bis 5 AdressenGeeignetÜbertriebenGeeignetGeeignetGeeignet
Für 10 Adressen oder mehrSchnell unübersichtlichBrauchbarWenig geeignetBrauchbarGeeignet, mit Kategorien

Welche Lösung passt zu eurer Situation?

Geht vom Bedarf aus, nicht vom Tool. Drei Fragen genügen: Wie viele Adressen wollt ihr teilen, wie oft ändern sie sich, und sind eure Gäste ohne euch vor Ort?

  • Zwei, drei Tipps, ein einzelner Aufenthalt: Eine Nachricht reicht, ein Tool braucht es nicht.
  • Gäste, die Papier mögen, oder schwaches Netz: Behaltet ein Blatt für das Wichtigste und ergänzt es mit einem QR-Code für den Rest.
  • Eine Liste für euch selbst oder für Freunde: Eine Google-Maps-Liste erfüllt den Zweck sehr gut, und das gratis.
  • Eine persönliche Auswahl, die über Jahre stimmen soll, für Gäste von überall: Ein Web-Guide per Link und QR-Code ist die solideste Lösung.

Im letzten Fall ist HerePicks sinnvoll: wenn es vor allem darum geht, eine persönliche Auswahl lokaler Empfehlungen zu pflegen, die immer erreichbar und leicht änderbar ist. Wollt ihr auch Anreise, WLAN oder Hausregeln abdecken, passt eine vollständige Gästemappe besser; unser Ratgeber zum Erstellen einer digitalen Gästemappe zeigt, was hineingehört.

Um eure Liste vorzubereiten, bevor ihr ein Tool wählt, nehmt unsere kostenlose Vorlage für gute Adressen. Und wenn ihr eine Wohnung über mehrere Plattformen vermietet, zeigt die Seite zur digitalen Gästemappe für Ferienwohnungen, wie ein einziger Link für alle reicht.

Kann man mehrere Lösungen kombinieren?

Ja, und oft ist das am wirksamsten, solange eine einzige Quelle massgebend ist. Die Falle: dieselbe Liste an drei Orten zu haben und nur einen davon zu korrigieren.

  • Die Willkommensnachricht enthält den Link zum Guide, nicht die ganze Liste.
  • Das Papierblatt behält das Wichtigste und verweist per QR-Code auf den Guide.
  • Der Online-Guide ist die einzige Version, die ihr korrigiert.

Bei HerePicks ist das Entdecker-Angebot gratis für eine Unterkunft und bis zu 10 Empfehlungen: genug, um diese Aufteilung zu testen, bevor ihr entscheidet. Die anderen Angebote stehen auf der Preisseite, und ihr könnt euren Guide gratis erstellen.

Häufige Fragen

Ist ein PDF für Empfehlungen eine schlechte Idee?

Nicht unbedingt: Es passt gut, wenn ihr es auch ausdruckt und sich eure Adressen selten ändern. Lästig wird es, wenn ihr oft korrigiert, weil die Gäste die alte Version behalten.

Können Gäste eine Google-Maps-Liste ohne die App öffnen?

Die Liste öffnet sich in der Google-Maps-App, wenn sie installiert ist, sonst im Browser. Auf den meisten Android-Handys ist die App vorinstalliert.

Sollte man keine Tipps mehr per Nachricht schicken?

Doch. Nachrichten bleiben wichtig für den persönlichen Kontakt und einzelne Fragen. Ersetzt einfach die lange Liste durch einen Link zu eurer Auswahl, den eure Gäste leicht wiederfinden.

Funktioniert ein QR-Code ohne Netz?

Der QR-Code lässt sich ohne Netz drucken und scannen, aber die Seite, die er öffnet, braucht eine Verbindung. Ist das Netz bei euch schwach, behaltet ein Papierblatt für das Wichtigste.

Welche Lösung macht auf Dauer am wenigsten Arbeit?

Die, die ihr nur einmal korrigiert. Für eine Auswahl, die sich verändert, erspart ein Web-Guide mit festem Link jedes Neudrucken und Neuverschicken.

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